23. April 2013

Edita Gruberova mit Herbert von Karajan Musikpreis ausgezeichnet

Edita Gruberova erhält in diesem Jahr den mit 50.000 Euro dotierten Herbert von Karajan Musikpreis. Die Künstlerin sei "eine der bedeutendsten Sängerinnen unserer Zeit", würdigte sie das Festspielhaus Baden-Baden am Donnerstag, 7. März. 




Die Auszeichnung wird bei einem Galakonzert am 29. November verliehen, das Preisgeld muss für die musikalische Nachwuchsarbeit verwendet werden. Der Herbert von Karajan Musikpreis wird seit 2003 im Festspielhaus Baden-Baden verliehen. Zu den Geehrten zählten Anne-Sophie Mutter, der Pianist Alfred Brendel sowie die Dirigenten Valery Gergiev, Daniel Barenboim und Helmuth Rilling.


Edita Gruberova wurde am 23. Dezember 1946 in Bratislava geboren. Sie wuchs als Tochter einer ungarischen Mutter (Etela) und eines deutschstämmigen Vaters (Gustav Gruber) mit der slowakischen Sprache auf. Ihre Familie gehörte zur dortigen ungarischen Minderheit. Schon bei Schulaufführungen fiel ihre Stimme auf, woraufhin der Pfarrer den Eltern eine professionelle musikalische Ausbildung der einzigen Tochter ans Herz legte. Sie studierte dann am Konservatorium ihrer Heimatstadt obwohl sie eigentlich Krankenschwester werden wollte. Sie debütierte am Nationaltheater in Bratislava als Rosina (Il barbiere di Siviglia). 1970 wurde sie an die Wiener Staatsoper engagiert und startete von dort ihre internationale Karriere als die führende Koloratursopranistin unserer Zeit. Vor allem als Königin der Nacht (Die Zauberflöte), Zerbinetta (Ariadne auf Naxos), Lucia di Lammermoor und mit weiteren Partien Donizettis hat sie Maßstäbe gesetzt. Gastspiele führten sie an alle großen Opernhäuser und Festivals der Welt. Sie ist Bayerische und Österreichische Kammersängerin und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Auch als Konzertsängerin und Liedinterpretin ist sie international geschätzt. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: Lucrezia Borgia